Projektarbeit

Die Projektarbeit der 10. Klasse ist ein Teil des Realschulabschlusses und ersetzt eine mündliche Prüfung. Bei der Projektarbeit sollen die Schüler zu einem fächerübergreifenden Thema sowohl selbstständig als auch mit anderen Schülern gemeinsam über mehrere Monate arbeiten. Anschließend legen sie das (gemeinsame) Ergebnis schriftlich vor und präsentieren es. Dabei soll das erworbene Wissen und Können zu dem Projektthema zeigen, dass die Schüler erfolgreich in eine Berufsausbildung eintreten oder an eine weiterführende Schule übertreten können. Nachfolgend geben wir wichtige Hinweise zur Projektarbeit.

Die Projektarbeit der Regelschule legt ihren Schwerpunkt auf die Anwendung von erworbenen Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Praktisches Handeln ist durch die Herstellung eines Produktes wichtiger Bestandteil. Teile der Projektarbeit:

  1. einen Arbeitsprozess, d.h. die Durchführung eines Projektes zu einem vereinbarten Thema und die schriftliche Dokumentation seiner Teilschritte
  2. ein Produkt als Ergebnis des Arbeitsprozesses
  3. eine Präsentation

Der Prozess besteht: – aus lehrergeleiteten Arbeitsphasen im unmittelbaren schulischen Kontext( Konsultationen, Beratungen etc.) – aus schülergeleiteten individuellen bzw. Gruppenarbeitsphasen

Beide Phasen müssen ausreichend und auf der Grundlage von vereinbarten Kriterien dokumentiert werden, um eine objektive Bewertungsgrundlage zu erhalten. Bei der Durchführung und Dokumentation der Gruppenarbeit ist deshalb zu gewährleisten, dass durch eine schriftlichen Dokumentation der Teilschritte die individuellen Leistungen der einzelnen Schüler nachvollziehbar sind. In der Planung des Prozesses bzw. seiner Durchführung sollten möglichst außerschulische Ressourcen berücksichtigt werden. Die Einbeziehung von Eltern, fachkundigen Personen, Institutionen, Vereinen, Freien Trägern ist nicht nur hilfreich und sinnvoll, sondern stellt einen bedeutenden Aspekt bei der Umsetzung anwendungsorientierter (schulartspezifischer) Zielstellungen dar. Die Begleitung des Prozesses übernimmt der Fachlehrer, mit dem das Thema des Projektes abgesprochen wurde.

Das Produkt besteht aus: – einem schriftlichen Teil -einen gegenständlichen/ materiellen Teil oder einer praktischen Demonstration Im schriftlichen Teil werden die Ergebnisse der Arbeit erörtert. Der gegenständlich/ materiellen Teil enthält Modelle, Fotos, Plakate, Video o.ä.. Er kann bereits Bestandteil des Prozesses gewesen sein (Projekte, Veranstaltung, Aufführungen, Befragungen, Interviews etc.), muss dann aber in geeigneter Form dokumentiert werden. Die Produkte sollten in jedem Fall in Thema und der Form relevante Aspekte der Spezifik der Regelschule ( Handlungs- und Anwendungsorientierung ) widerspiegeln.

Die Präsentation besteht aus zwei Teilen – eineM Teil mit Vortragscharakter, in dem der Schüler auf Grundlage einer Vorbereitung mit Hilfe geeigneter Visualisierungsmöglichkeiten seine Ergebnisse reflektiert. – einem Teil mit Gesprächscharakter, in dem der Schüler im Wesentlichen spontan – ggf. auch unter Nutzung von lenkenden Gesprächsimpulsen – auf Nachfragen zum Vortrag antwortet

In der Präsentation wird z.B., die im Vortrag dargelegte Thematik konkretisiert, vertieft oder auch Zusammenhänge zu anderen Stoffgebieten hergestellt. Hier besteht auch die Möglichkeit, dass der Schüler seine Fähigkeiten im Rahmen eines anderen inhaltlichen Aspektes unter Beweis stellt. Die Präsentation sollte genutzt werden, um die Ergebnisse einem erweiterten Personenkreis vorzustellen. So kann die Präsentation vor den Eltern der Schüler oder in einem außerschulischen Rahmen, z.B. in beteiligten Einrichtungen, Betrieben etc., erfolgen oder zur Gestaltung des Fachunterrichts genutzt werden. Durch einen geeigneten Rahmen bzw. eine adäquate Form der Präsentation wird die Bedeutung der Projektarbeit hervorgehoben. Darüber hinaus wird ein Beitrag für wichtige schulische Zielstellung geleistet und nach außen verdeutlicht.

Zusammenfassung: Die Projektarbeit fördert Team- und Kooperationsfähigkeit. Sie verlangt vom Schüler langfristig zu planen, sich die Zeit einzuteilen, selbstständig zu recherchieren, sein Thema einzugrenzen, ein Produkt anzufertigen, seinen Arbeitsprozess zu dokumentieren, die Ergebnisse sachgerecht darzustellen, sie zu präsentieren und sich in der Präsentation argumentativ mit den Thema zu beschäftigen. Besonders im Hinblick auf die Vorbereitung einer beruflichen Ausbildung ist die erfolgreiche Lösung komplexer (projektartiger) Aufgaben eine Herausforderung für den Schüler und ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Anforderung des weiteren Lebens.

Ablaufplan

Klasse 9

Februar Einführung in die Projektarbeit ( im Fach Medienkunde)

März/April Einladung zu Präsentation der 10. Klassen

Mai Themenfindung, Gruppenbildung, Betreuungslehrer suchen 1. Konsultation: Thema besprechen, Aufgabenformulierung Vertragsabschluss (Schulleitung )

Juni 2. Konsultation : Materialsammlungen in grober Form

Klasse 10

September Training : Organisation, Recherche, Erörterung von Arbeitsergebnissen, Bewertung

November 3. Konsultation: Gliederung

Dezember 4. Konsultation: Vorstellung des Entwurfes

Januar 5. Konsultation : Korrekturen, Vorstellungen für die Präsentation (Keine Pfilcht

Februar Abgabe der Projektarbeit ( Terminvorgabe durch Schulleitung)

März Training der Präsentation (Unterstützung von außen)

April Präsentation

Die schriftliche Arbeit

  1. Aufbau

– Titelblatt

– Gliederung

– Abhandlung

– Quellennachweise /Bildnachweis

– Literaturverzeichnis

– Selbstständigkeitserklärung

– Anlagen

2. Nähere Erläuterung

Das Titelblatt enthält das Thema der Projektarbeit, Name der/s Verfasser/s, Name des Betreuungslehrers, Ort, Datum. Eine individuelle Gestaltung, zum Bsp. das Einfügen eines Fotos, ist möglich. Die Gliederung könnte zum Bsp. wie folgt sein:

1.EinleitungSeite 3
2.Das Schloss Seite 4
2.1 Die Mensch, die uns BegegnetenSeite 6
2.2 Erfahrungen, die uns beeindrucken Seite 7
2.3 Was wir empfehlen würden Seite 9
3. Zusammenfassung Seite 10
4. QuellenverzeichnisSeite …
5. LiteraturverzeichnisSeite …
6. ErklärungSeite …
7. AnlagenSeite …

Beispiele: – www.mehr-vom-tag.de , -http://de.wikipedia.org/wiki/Ottomotor , – Computerbild, Heft 23/07, S. 25ff., Axel-Springer-Verlag Hamburg

Erklärung

Hiermit erklären wir, dass wir die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst, noch nicht anderweitig vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt haben.

Rodeberg, … (Abgabetermin und Unterschriften)

Anlagen

Die Anlagen werden nummeriert und benannt. Sie sind als solche im Hauptteil ausgewiesen. Es gibt keine Beschränkung, was die Seitenzahl der Anlagen betrifft. Beispiele für Anlagen sind umfangreich Fotosammlungen (die aber auch als separates Heft angefertigt werden können), Fragebögen, Tabellen, Skizzen, …

Beispiele:

  • Anlage 1 Fragebogen zum Essverhalten
  • Anlage 2 Übersicht über…

3. Grundsätzliches

Der Umfang der Abhandlung ist von der Themenstellung abhängig und wird in Absprache mit dem Betreuungslehrer festgelegt. Für die Arbeiten ohne praktischen Teil werden etwa 8 Seiten (nur Abhandlung) pro Schüler empfohlen. Ein Exemplar der Arbeit ist gebunden abzugeben. Dabei sind folgende Vereinbarungen einzuhalten:

  • DIN-A4-Format, weißes Papier
  • einseitig geschrieben, 1,5-zeilig, Schriftgröße 12pt
  • Seitenränder: oben – 2,0cm, unten – 2,0cm, rechts – 2,0cm, links – 3,0cm
  • Seitennummerierungen mit arabischen Ziffern, unten rechts, beginnend auf Seite 2 (Gliederung)
  • Schriftart: Times New Roman oder Arial
  • Bilder können eine Bildunterschrift erhalten oder im Bildverzeichnis nachgewiesen werden
  • Fußnoten werden eingefügt, um Fremdwörter zu erklären
  • Zitate im Text werden wie folgt kenntlich gemacht. (1) Meyer, S. 45

Abzugeben sind 1 gebundene Ausgabe (keine Klemmmappe) und 1 Kopie (abgeheftet reicht). Außerdem eine digitale Form der Ausgabe auf CD oder USB-Stick.

Der gegenständlich / materielle Teil

Neben der schriftlichen Arbeit fertigt die Schülergruppen etwas an, das in unmittelbaren Bezug zur Projektarbeit steht. Dies kann u.a. folgendes sein:

  • ein Modell
  • eine Wanderzeitung / ein Plakat
  • eine eigenständige Fotodokumentation, die nicht Anhang der schriftlichen Arbeit ist
  • eine DVD
  • eine Unterrichtsstunde
  • eine Führung
  • ein Theaterstück
  • eine Homepage

Dieser Teil kann bereits Bestandteil des Prozess gewesen sein (Projekte, Veranstaltungen, Aufführungen, Befragung, Interviews etc.), muss dann aber in geeigneter Form dokumentier werden.

Es ist aber auch möglich, den gegenständlich / materiellen Teil in die Präsentation einzuarbeiten. Das Produkt sollte in jedem Fall in Thema und Form relevante Aspekte der Spezifik der Realschule (Handlungs- und Anwendungsorientierung) widerspiegeln. Es wird auch angestrebt, diesen Teil der Projektarbeit in der Schule zu belassen und in nachfolgenden Unterrichten zu verwenden.

Tipp: Eine PowerPoint-Präsentation reißt heute keinen mehr „vom Hocker“. Sie sollte deshalb nur unterstützend eingesetzt werden, aber niemals „Highlight“ der Präsentation sein.